“Eigentlich gut”

Ein Circle für Menschen, die viel denken, gut funktionieren - und Leichtigkeit vermissen.

Lea Vogel, Coach und Therapeutin in Berlin

Worum gehts im Circle?

„Eigentlich gut" kennen wir alle. Eigentlich ist alles gut, aber irgendwie auch nicht, und in diesen wenigen Worten steckt oft schon die ganze Geschichte: ein Gefühl, das sich meldet, obwohl von außen nichts dagegen spricht, ein Kopf, der abends noch einmal alles durchgeht, obwohl der Tag längst vorbei ist, ein kurzes Zögern vor Entscheidungen, die eigentlich klar sind. Oft ist es ein einzelner Gedanke, der sich in diesem Moment am lautesten meldet, und wir behandeln ihn wie das Wichtigste im Raum, obwohl er das selten ist. Und oft ist es die Angst, die im Hintergrund mitspricht, ohne dass wir sie beim Namen nennen: Was würden Sie tun, wenn diese Angst gerade nicht da wäre? Diese Frage begleitet uns durch den ganzen Circle, denn die Antwort darauf verändert sich mit jeder Woche, die wir gemeinsam verbringen.

Nach diesen sechs Wochen werden Sie einige Male getan haben, worüber Sie bisher vor allem nachgedacht haben, in wirklichen Situationen, nicht nur im Kopf. Die schweren Gefühle werden dadurch nicht verschwinden, sie tauchen weiterhin auf. Was sich verändert, ist, wie viel Raum sie bekommen und wie zwingend es sich anfühlt, ihnen zu folgen. Ein Gedanke darf da sein, ohne dass er bestimmt, was als Nächstes passiert.

Der Circle läuft über sechs Samstagvormittage: Wir treffen uns über sechs Wochen hinweg in derselben kleinen, festen Runde, jeden Samstag zur selben Zeit, und arbeiten in Ruhe an demselben Faden weiter. Ein Muster verändert sich selten durch eine einzelne Einsicht, es verändert sich über die Zeit, indem Sie ihm immer wieder begegnen und nach und nach anders darauf antworten.

Preise & Konditionen

Der Circle findet Samstagenvormittagen statt.

Der September-Circle ist ausgebucht.

Nächster Start: Januar 2027

Investition: 600,00 Euro (zzgl. MwSt.) für 6 Termine à 90 Minuten in kleiner Gruppe.

Wie es funktioniert

Wie es funktioniert

Um wirklich etwas zu verändern, brauchen wir Beständigkeit. Und gerade davon haben wir oft zu wenig, weil wir funktionieren, weil neue Impulse reinkommen und weil ein Jahr manchmal schneller vorbei geht als uns lieb ist.

Jede Sitzung verbindet einen klaren Inhalt mit einer Übung, sodass es nicht beim Zuhören bleibt. Zwischen den Terminen begleitet Sie eine feste Person aus der Gruppe, mit der Sie in Kontakt bleiben. So entsteht Kontinuität, und Kontinuität ist das, was Veränderung über die Zeit trägt.

Die sechs Module

Die sechs Module

1. Das Muster und die Richtung: In der ersten Sitzung schauen wir gemeinsam darauf, was sich im eigenen Erleben wiederholt: das Grübeln, das Funktionieren, das Gefühl, dass das Eigentliche immer ein wenig wartet. Und wir richten früh den Blick nach vorn: Worauf kommt es Ihnen an, was möchten Sie in Ihrem Leben mehr erleben? Diese Frage nach den eigenen Werten bildet den roten Faden, der sich durch alle weiteren Sitzungen zieht.

2. Was uns festhält: Hier nähern wir uns dem, was kurzfristig entlastet und langfristig wenig verändert. Vermeidung, Kontrolle, das ständige Nachdenken – vieles davon fühlt sich vernünftig an und hält das Muster dennoch aufrecht. Wir schauen uns das ohne Urteil an, auch von der biologischen Seite: warum der Verstand so arbeitet, wie er arbeitet, und warum das nichts über Ihren Wert aussagt.

3. Abstand zu Ihren Gedanken: Gedanken fühlen sich oft an wie Tatsachen, dabei sind es eben nur das: Gedanken. Meistens behandeln wir den lautesten von ihnen wie das Wichtigste im Raum, dabei ist er oft nur der schnellste, nicht der wahrste. In dieser Sitzung üben wir, ihnen mit etwas mehr Abstand zu begegnen, sie zu bemerken, ohne ihnen sofort zu folgen, und sie als das zu sehen, was sie sind. Das verändert mit der Zeit, wie sehr sie uns bestimmen.

4. Bereit, auch wenn es schwer ist: Akzeptanz wird leicht missverstanden. Gemeint ist nicht, alles gut zu finden. Gemeint ist die Bereitschaft, das zu fühlen, was da ist, wenn das bedeutet, dass Sie dem näherkommen, was wirklich zählt. In dieser Sitzung machen wir außerdem eine Bestandsaufnahme: Was hat sich seit der ersten Sitzung verändert, wo stehen Sie jetzt?

5. Ins Tun kommen: Jetzt geht es um das Handeln selbst, und um die Frage, die uns seit der ersten Sitzung begleitet: Was würden Sie tun, wenn die Angst gerade nicht da wäre? Wir schauen uns an, welche Schritte tatsächlich in die Richtung führen, die Ihnen wichtig ist, und welche Bewegungen eher davon wegführen. In kleinen Gruppen arbeiten Sie an Ihren eigenen, konkreten Schritten, und daran, wie Sie mit den Hindernissen umgehen, die dabei auftauchen, während die Angst mitkommen darf, ohne dass sie das letzte Wort hat.

6. Was Sie mitnehmen: Die letzte Sitzung gehört dem Rückblick und dem Ausblick. Wir schauen, was sich bewegt hat, und darauf, wie es weitergeht, wenn der Circle endet. Auch das Loslassen gehört dazu: die Gruppe, den Raum, die gemeinsame Zeit – und das Vertrauen, das Wesentliche mitzunehmen.

“Eigentlich gut”

Ein Circle für Menschen, die viel denken, gut funktionieren - und Leichtigkeit vermissen.

Was es nicht ist

Der Circle ist kein schneller Impuls, der für einen Moment guttut und dann verpufft, und kein Programm zur Selbstoptimierung, das Ihrer Liste noch einen Punkt hinzufügt.

Er kommt ohne schnelle Lösungen und ohne die großen Versprechen aus, die in der Coaching-Welt oft mitschwingen. Er ist ein Raum zum Innehalten, in dem Sie kommen, wie Sie sind, und so viel teilen, wie sich für Sie stimmig anfühlt. Entscheidend ist: Wir lernen, unser "eigentlich" zu verstehen und anders damit umzugehen.

Was sich verändert

Im Alltag zeigt sich das in kleinen, konkreten Dingen: in einem Gespräch, in dem Sie ganz da sind, statt halb im eigenen Kopf. An einem Abend, an dem Sie nicht alles noch einmal durchgehen. In einer Entscheidung, die Sie treffen, ohne sie vorher endlos zu zerdenken. Daraus wächst mit der Zeit die Leichtigkeit, die Ihnen gefehlt hat – eine, die sich eher in solchen beiläufigen Momenten zeigt als in einem großen Gefühl.

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